Der Arbeitsweg ist die Strecke, die Sie am häufigsten fahren. Genau deshalb entscheidet sich hier, ob ein E-Bike im Alltag ankommt oder nach drei Wochen wieder steht. Die Fragen, die vorher zu klären sind, haben weniger mit dem Rad zu tun als mit der Strecke und dem, was am Ziel wartet.
Die Strecke ehrlich anschauen
Distanz, Höhenmeter und Velowege – in dieser Reihenfolge. Mit Tretunterstützung werden auch längere Wege und deutliche Anstiege alltagstauglich, die ohne Motor abschreckend wären.
Wichtiger als die Bestzeit ist, ob die Strecke bei Regen und im Dunkeln noch attraktiv ist. Ein Umweg über eine ruhigere Route zahlt sich meist aus.
Was ein Pendlerrad können muss
Für den Arbeitsweg zählen andere Dinge als für die Sonntagstour: eine aufrechte, bequeme Sitzposition, fest verbaute Beleuchtung, Schutzbleche, ein tragfähiger Gepäckträger und genug Reichweite für Hin- und Rückweg ohne Zwischenladen.
Wer diese Dinge ab Werk mitbekommt, muss sie nicht nachrüsten – und fährt vom ersten Tag an los. Modelle für den Alltag finden Sie unter Citybikes.
Ankommen, ohne sich umziehen zu müssen
Der praktische Unterschied zum Velo ohne Motor: Sie dosieren die Anstrengung selbst. Wer in Arbeitskleidung fährt, wählt eine höhere Unterstützungsstufe und kommt an, ohne sich frisch machen zu müssen. Auf dem Rückweg dürfen es dann gern ein paar Stufen weniger sein.
Sichtbarkeit
Im Stadtverkehr ist Gesehenwerden der wirksamste Schutz. Funktionierende Front- und Rückbeleuchtung, helle oder reflektierende Kleidung, Helm. Wer morgens vor sieben oder abends nach fünf fährt, ist einen grossen Teil des Jahres im Dunkeln unterwegs – dafür sollte die Beleuchtung ausgelegt sein.
Wo das Rad tagsüber steht
Ein E-Bike, das acht Stunden am selben Ort steht, braucht ein gutes Schloss – durch den Rahmen und um einen festen Gegenstand, nicht nur durchs Laufrad. Ein überdachter oder einsehbarer Abstellplatz ist die zweite Hälfte der Lösung. Klären Sie das vor dem Kauf, nicht danach.
Laden zur Gewohnheit machen
Wer täglich pendelt, lädt am besten immer zum gleichen Zeitpunkt – etwa abends nach der Fahrt. Dann stellt sich die Frage nach der Restreichweite morgens gar nicht erst.
Ein herausnehmbarer Akku hat hier einen klaren Vorteil: Er lässt sich mit ins Haus oder ins Büro nehmen, statt das Rad an einer Aussensteckdose zu laden.
Die ersten zwei Wochen
Nehmen Sie sich nicht vor, ab Montag jeden Tag zu fahren. Zwei oder drei Tage pro Woche reichen, um herauszufinden, was an Ihrer Strecke funktioniert und was nicht – Kleidung, Zeitpuffer, Abstellplatz. Was danach noch steht, hält auch im November.
Die aktuelle Auswahl finden Sie im Katalog.