Südlich des Gotthards beginnt die Saison früher und endet später. Das ist der praktische Grund, weshalb das Tessin für E-Bike-Touren so brauchbar ist – im April und im Oktober, wenn die Alpenpässe noch oder schon wieder gesperrt sind, lässt sich hier bereits gut fahren.
Die Täler um Bellinzona
Von Bellinzona führen mehrere Routen in die Seitentäler – Riviera, Valle Morobbia, Richtung Misox. Die Anstiege sind teils steil und lang; genau das Terrain, bei dem die Tretunterstützung den Unterschied macht zwischen einer Tour und einer Qual.
Planen Sie die Abfahrt mit ein: Was Sie hinauf an Akku verbraucht haben, kommt bergab nur zu einem kleinen Teil zurück.
Malcantone
Die Hügellandschaft südwestlich von Lugano hat ein dichtes Netz aus Waldwegen und wenig befahrenen Nebenstrassen. Technisch moderat, landschaftlich abwechslungsreich – für E-Mountainbike-Touren ohne alpinen Anspruch eine der lohnendsten Gegenden der Region.
Lago Maggiore
Um Locarno und Ascona sind die Uferabschnitte flach und familientauglich. Wer höher hinauf fährt, findet in den Hügeln anspruchsvollere Routen mit Blick über den See. Beides lässt sich in einer Tour kombinieren, was die Gegend für Gruppen mit unterschiedlichem Niveau interessant macht.
Wann fahren
Frühling und Herbst sind die verlässlichsten Zeiten. Im Hochsommer wird es in den Tälern sehr warm – dann lohnt sich ein früher Start am Vormittag, und die Höhenlagen sind angenehmer als die Talböden.
Zwei Hinweise zur Planung
Höhenmeter bestimmen hier die Reichweite stärker als Kilometer. Rechnen Sie mit deutlich mehr Verbrauch als auf flachen Strecken; was im Einzelnen hineinspielt, steht im Beitrag zur Reichweite.
Und: Gewitter bauen sich im Tessin an Sommernachmittagen schnell auf. Wer die Tour so legt, dass der Abstieg vor dem späten Nachmittag abgeschlossen ist, spart sich einiges.
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