Gute Ausrüstung mindert nicht nur die Folgen eines Sturzes. Sie macht Sie sichtbarer, bequemer und sicherer auf längeren oder schnelleren Fahrten. Worauf es dabei ankommt.
Der Helm zuerst
Ein richtig sitzender Helm ist die wirksamste Schutzausrüstung überhaupt. Er sollte waagrecht auf dem Kopf sitzen, die Stirn bedecken und so fest verschlossen sein, dass er beim Kopfschütteln nicht verrutscht. Bei E-Bike-Geschwindigkeiten lohnt sich ein Modell mit mehr Abdeckung als ein klassischer Rennradhelm.
Für Speed-Pedelecs bis 45 km/h besteht ohnehin Helmpflicht.
Handschuhe
Handschuhe verbessern Griff und Komfort – vor allem aber schützen sie die Hände beim Sturz. Sich mit den Händen abzufangen ist ein Reflex, den kaum jemand unterdrückt. Gepolsterte Handschuhe verhindern in genau diesem Moment einen Grossteil der Schrürfverletzungen.
Sichtbarkeit
Reflektierende Elemente, helle Farben und funktionierendes Licht zählen so viel wie jede Polsterung. Die meisten Unfälle mit Fahrzeugbeteiligung gehen darauf zurück, dass die fahrende Person zu spät gesehen wurde. In der Dämmerung und bei schlechtem Wetter ist das der wirksamste Hebel überhaupt.
Richtig abschliessen
Zum Schutz gehört auch, das Rad nicht zu verlieren. Ein gutes Schloss richtig angewendet – durch den Rahmen und um einen festen Gegenstand, nicht nur durch das Laufrad – erspart Ihnen den Aufwand und die Kosten eines Diebstahls.
Wetter
Kälte und Nässe erhöhen das Risiko messbar: Klamme Finger bremsen langsamer, und bei Regen werden Sie schlechter gesehen. Wasserdichte Handschuhe und passende Schichten verlängern die Saison, in der Sie sicher unterwegs sind, deutlich.
Nach und nach aufbauen
Sie brauchen nicht alles am ersten Tag. Beginnen Sie mit einem gut sitzenden Helm und einem zuverlässigen Schloss. Handschuhe, Licht und Regenkleidung kommen dazu, wenn Sie merken, dass Sie regelmässig unterwegs sind. Entscheidend ist Ausrüstung, die Sie jedes Mal benutzen – nicht solche, die in der Schublade liegt.